Hand gegen Koje: Seehundsalarm am Anleger

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Jetzt weiß ich, warum ein Seehundbaby Heuler heißt. Es heult, dass es einem schier das Herz zerreißt. Jämmerlich. Verlassen. Schlimmer als ein menschliches Baby.
Der Heuler wurde heute morgen von Touristen am Anleger gesichtet. Ohne Mutter.

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Für Seehunde ist Werner Boyens zuständig, der den Titel Seehundjäger trägt, was natürlich nicht heißt, dass er Seehunde jagt, sondern sich um tote Tiere und verlassene Babys kümmert. Der Seehundjäger wird vom Land Schleswig-Holstein bestellt. Thorsten, der Hafenmeister, wird in Zukunft diese Aufgabe übernehmen.

Werner kommt dann auch gleich angefahren. Fachmännisch sammelt er das Seehundbaby ein. Drei bis vier Tage ist es alt, sagt er, weil man die frische Nabelschnur noch sieht.

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Dann kommt es in eine Kiste und jault und heult, was das Zeug hält.
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Wenn Werner beim Fototermin Geld von allen genommen hätte, dann wäre er jetzt reich. Am Nachmittag wird der Heuler mit dem Schiff nach Friedrichskoog zur Seehundsaufzuchtstation gebracht, wo es aufgepäppelt wird. Werner kümmert sich auch um tote Tiere. Die werden in einer Tiefkühltruhe tiefgefroren und dann auf dem Festland untersucht, damit man weiß, woran sie gestorben sind.

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Das Wetter ist traumhaft. Kaum Wind. Perfekt zum Baden, aber ich muss meine Kolumne für Samstag für die Stuttgarter Zeitung schreiben. Natürlich über die Hallig. Nur noch zwei Tage auf Hooge!

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