Gesehen. Der Vorname

Eigentlich wollte ich diesen Film nur deshalb sehen, weil mein Vater den Namen Adolf trug und es in der Ankündigung des Films hieß, es ginge um einen werdenden Vater, der seinen Sohn Adolf nennen will.

Nein, es geht in diesem Film von Sönke Wortmann (der einfach seit Jahren tolle Filme macht, von „Der bewegte Mann“ bis zu „Frau Müller muss weg“) nicht wirklich darum, dass ein Kind den politisch leider nicht mehr korrekten Namen Adolf bekommen soll (mein Vater hieß übrigens so, weil sein Vater so hieß, und er hatte es nicht immer einfach mit diesem Namen, vor allem, wenn sein unsensibler Arbeitskollege seinen Vornamen durch eine Hotelhalle brüllte). Es geht in diesem in Bonn spielenden Film (was übrigens nicht die geringste Rolle spielt) um ein Abendessen im Kreis von Freunden und Familie. Die Familie, das ist in diesem Fall Elisabeth und ihr Mann Stefan (Stromberg-Darsteller Christoph Maria Herbst), Elisabeths Bruder Thomas, dessen Frau und werdende Mutter Anna, sowie Freund René, der als Adoptivkind mit Elisabeth und Thomas großgeworden ist. Dass der Film auf einem französischen Theaterstück basiert, lässt sich nicht leugnen, fast die ganze Handlung spielt im Wohn- und Esszimmer von Elisabeth und Stefan. Das macht aber gar nichts. Man sitzt quasi mit am Tisch, während Elisabeth ein indisches Curry serviert. Es wird auch ziemlich viel Wein getrunken. Vor allem aber wird geredet. Anfangs noch sehr zivilisiert. Dann nehmen die Hemmungen ab und die Emotionen zu, es werden Familiengeheimnisse ausgepackt, man haut sich gegenseitig um die Ohren, was man sich schon immer mal sagen wollte und noch nie getraut hat, und jeder kriegt sein Fett weg. Am Ende sind alle ziemlich fertig. Zuzusehen, wie sich die durchweg grandiosen Schauspieler gegenseitig demontieren und keiner ungeschoren davonkommt, das macht sehr, sehr viel Spaß, ist keine Sekunde langweilig und lebt neben den Darstellern von grandiosen Dialogen. Very zeitgeisty. Unbedingt hingehen, solange der Film noch läuft!!

Der Blog hat eine Weile Pause gemacht, weil die Blogschreiberin enorm unter Zeitdruck war. Nun aber ist die überarbeitete „Gebrauchsanweisung für Stuttgart“ beim Piper Verlag abgegeben und kann pünktlich am 1. März 2019 erscheinen!

Viele schöne Lesungen gab es in letzter Zeit, vor allem in Stuttgart-Zuffenhausen letzte Woche war es sehr, sehr lustig mit einem supernetten Publikum, dass so gut drauf war, dass es uns eigentlich gar nicht gebraucht hätte! Nächste Woche gibt es Lesungen in Weinsberg und natürlich auf den Stuttgarter Buchwochen, am Freitag, 23. November. Davor sind wir morgen in Ostfildern und am Samstag in Filderstadt. Alle dürfen mal! Und dann kommt auch schon bald wieder „Weihnachten ist wunderbar.“

Außerdem gibt es am Samstag, 24. November ein tolles Chorkonzert mit dem Jazzchor VocaLadies in Ludwigsburg. Alle Infos unten. Am gleichen Tag signiere ich übrigens nachmittags im Ludwigsburger Breuningerland bei Wittwer-Thalia von 14 – 16 Uhr „Schätzle allein zu Haus!“

VocaLadies Ludwigsburg

UND LAST BUT NOT LEAST: Das Theater der Altstadt in Stuttgart hat gestern Abend ein fulminantes Fest gefeiert, den 60jährigen Geburtstag!! Alles Gute, Theater der Altstadt! Und es geht gleich weiter: Morgen Abend ist die Premiere von „Mutter Courage.“ Toi,toi,toi!!

2 Kommentare

  1. Hano, des isch aber a Sach, dass mer auf den Film no amol mit dr Nos nagstupft wird! Wär mir glatt nemme eigfalla!! Jetzt gang i halt dann doch no ins Kino. Dankschee für dein Hinweis, gell!!
    … Und bitte noch viel mehr Tipps!! Freue mich schon auf die Gebrauchsanweisung für Stuttgart!!
    Liebe Grüße aus Aalen
    Michaela

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