Da waren’s nur noch drei: Eine Tierart stirbt aus

Es war nur eine kleine Notiz in der Stuttgarter Zeitung diese Woche: Im Zoo von San Diego musste Nola, ein Breitmaulnashorn, wegen einer bakteriellen Infektion eingeschläfert werden. Hat die Welt nicht andere Sorgen als den Tod eines Nashorns? Ja und nein. Tatsächlich steckt hinter Nolas Tod das schon fast alltägliche Drama des Aussterbens von Tierarten. Weiterlesen

Steile Berge, feuchte Täler? Warum sexistische Werbung immer noch Alltag ist

Die Gemeinde Triberg im Schwarzwald ist in die Schlagzeilen geraten. Sie hat zwei Parkplätze als „Männerparkplätze“ ausgewiesen und die Wand dahinter mit dem Bild einer nackten Frau bemalt, die sich auf den Händen abstützt. Ihre nackten Brüste recken sich nach oben, aus ihrem Unterleib wachsen ein paar Schwarzwaldtannen. Steile Berge, feuchte Täler, ist das Bild überschrieben. Weiterlesen

Von Zugklos, Milliardären und Hoffnungen

Vor kurzem ging ich auf eine englische Zugtoilette. Es war eine Toilette, deren Tür man von innen per Knopfdruck verschließen musste. „Toilet closed“, erklärte eine Stimme daraufhin aus dem Off. Erstaunlicherweise sprach die Stimme weiter. „Please don’t flush nappies, sanitary towels, paper towels, gum, old phones, unpaid bills, junk mail, your ex’s sweater, hopes, dreams or goldfish down this toilet.“ Der Benutzer wurde also darum gebeten, weder Babywindeln, noch Damenbinden, Papierhandtücher, Kaugummis, alte Telefone, unbezahlte Rechnungen, Junk Mails, den Pulli des Exfreundes, Hoffnungen, Träume oder Goldfische die Zugtoilette hinunterzuspülen. Weiterlesen

Mehr joggen. Weniger Alkohol. Schokolade gestrichen. Oder vielleicht doch was ganz Anderes?

Vorher war ich am Bärensee joggen. Es war schrecklich vereist und Fußgänger wie Jogger schlitterten herum wie auf einer Eisbahn. Das war aber nicht der Grund, warum viele Jogger ziemlich unglücklich aussahen. Es lag wohl eher daran, dass die einen zu viel Bauch trugen (die Männer) und die anderen ausgesprochen schicke, aber zu dünne Klamotten (die Frauen), vermutlich Weihnachtsgeschenke. Weiterlesen

Pegida ist in Stuttgart angekommen. Gegendemonstration am 5. Januar

Wahrscheinlich war es naiv zu glauben, dass wir im toleranten Stuttgart, wo über 40% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, wo alle Nationalitäten gemeinsam beim „Sommerfestival der Kulturen“ fröhlich feiern und wo es eben nicht so wie in Dresden ist, wo man Muslime nur aus dem Fernsehen kennt, der Hetze von Pegida entgehen. Weiterlesen

Wir wollen doch nur Flügel: Fest im Flüchtlingsheim

„We lost everything.“ Die Frau, die neben mir sitzt, stammt aus Aleppo in Syrien. Sie hat alles verloren. „Steht ihr Haus noch?“, frage ich sie. Sie schüttelt den Kopf. Aleppo, eine der ältesten Städte der Welt, berühmt für seine Moscheen und seinen Basar, 2006 zur „Kulturhauptstadt des Islam“ ernannt, existiert nicht mehr. Zusammengebombte Ruinen. Was sagt man zu jemandem, der alles verloren hat? Weiterlesen